Penguin 2.0 und die Auswirkungen auf Online Shops

penguin 2.0Wie Matt Cutts, das „Google Sprachrohr“, wenn es um Veränderungen im Google Suchalgorithmus geht, bekannt gab, wurde am 22.5. das neueste große Google Algorithmus Update Penguin 2.0  ausgerollt. Am 23.5.2013 deutscher Zeit war auch der deutsche Google Index den Angaben gemäß komplett vom Update Penguin 2.0 erfasst. Laut Cutts sind in etwa 2.3% aller englischsprachigen Suchanfragen betroffen. Wie stark die einzelnen Google Länder Indizes betroffen sind, hängt dabei davon ab, wie hoch das Spamausmaß im jeweiligen Land bzw. in der jeweiligen Sprache ist.

Wie von sämtlichen großen Google Updates bekannt ist, erfolgt in den auf das Update folgenden Tage / Wochen stets noch ein „Finetuning“, somit ist zu diesem Zeitpunkt zunächst nur eine grundsätzliche Analyse möglich, die eine ersten Überblick geben soll.

Penguin 2.0: der große Schrecken blieb aus


Betrachtet man die Aussagen auf einschlägigen SEO Blogs und SEO Foren wird deutlich, dass die meisten Webmaster in nur geringem Ausmaß von den Veränderungen im Google Algorithmus betroffen sind. Nach dem ersten Penguin Update, das Google im April 2012 ausrollte, mussten einige Seiten drastische Einbußen oder sogar eine völlige Deindexierung ihrer Seiten hinnehmen. Aus gutem Grund  blickten viele Betreiber von Online-Shops und Blogs daher mit Besorgnis auf das neue große Update. Doch schaut man sich im Netz um, blieb der große Schrecken aus.

Das Hauptziel der Penguin Updates


Der Fokus der Penguin Updates liegt im Übrigen darauf, Webspam zu eliminieren und Webseiten mit Rankingverlusten abzustrafen, die sich nicht an die Google Webmaster Guidelines halten. Somit standen bei Penguin 1.0 Taktiken wie Keyword Stuffing, also der Einbau unnatürlich vieler Schlüsselwörter auf einer Webseite, wie auch der Backlinkkauf im Vordergrund. Gerade bis 2012 profitieren Webmaster davon, tausende von Backlinks zu kaufen wie Foren Profile etc.

Online Shops zählen mit zu den Verlierern des Algorithmus Updates


Wirft man einen Blick auf die ersten Analyse Listen, auf denen Gewinner und Verlierer des Pinguin 2.0 Updates veröffentlicht wurden wie zum Beispiel auf Sistrix oder auch Seolytics, wird deutlich, dass gerade neben Gaming Seiten auch Online Shops in sämtlichen Nischen zu den Hauptverlierern zählen.

Anchor Texte: ein zentraler Punkt bei Penguin 2.0


Im aktuellen Update Penguin 2.0 scheint zentraler Punkt der Einsatz von Anchor Texten zu sein. Vergleicht man die Backlinkprofile der genannten Verlierer, kann man feststellen, dass diese zum größten Teil „harte Anchor Texten“ wie „Kredit“, „Möbel“ mit einer großen Gewichtung beim Backlinkaufbau eingesetzt haben.

Gekaufte Backlinks


Eine weitere Gemeinsamkeit ist, dass offensichtliche gekaufte Blogeinträge zum Einsatz kamen und dies auch noch auf zum Teil völlig irrelevanten Blogs wie ein Artikel über Augenlaserkorrektur auf einem Blog mit dem eigentlichen Thema „Hund“. Zur Verlinkung wurde dann ein harter Anchor Text verwendet. Beim Vergleich der Verlierer Domains sind etliche ähnliche Beispiele zu erkennen.

Der Einsatz einer großen Zahl harter Anchor Texte und gekaufte Blogposts sind die Hauptgemeinsamkeiten, die die Verlierer-Seiten nach einer ersten Analyse auszeichnen. Allerdings scheinen auch Faktoren wie zu viele Sidewide Links oder bewusst manipulative Redirects eine Rolle für die Positionsverluste der Verlierer-Seiten zu spielen.

Penguin 2.0 – Was Online-Shop-Betreiber beachten sollten


Da Anchor Texte, die beim Linkaufbau eingesetzt werden, bisher auch nach Penguin 1.0 immer noch ein wirkungsvolles Mittel waren, um Webseiten zu positionieren, wird Google immer mehr davon Abstand nehmen, beim Linkaufbau eingesetzte Anchor Texte als Mittel zur Evaluierung einer Webseite einzusetzen. Vielmehr kann nach Penguin 2.0 und einer ersten Analyse sogar davon ausgegangen werden, dass harte Anchor Texte in Zukunft in nur geringstem Maße verwendet werden sollten. Und auch beim Einsatz von weichen Anchor Texten wie „Möbel online kaufen“ oder „kostenlose Grafiken online“ ist Vorsicht geboten. Der Trend geht hier immer mehr zum Einsatz von Brand Schlüsselwörtern, Url-Links, sinnlose Links wie „hier“ oder auch lange Phrasen, die am besten nicht das exakte Schlüsselwort, sondern ein Synonym enthalten.

Nachdem Google aus gutem Grund in Zukunft immer weniger die Anchor Texte externer Links als Bewertungskriterium für die Positionierung einsetzen wird, ist es wichtig, vermehrt auf der eigenen Webseite mit internen Verlinkungen zu arbeiten. Waren die Texte, die auf der eigenen Webseite zum Einsatz kamen schon nach Penguin 1.0 von großer Bedeutung, kommt diesen nunmehr eine noch bedeutendere Rolle zu.

Gerade Online Shop-Betreiber haben hier nach wie vor ein großes Defizit. Die meisten Shops vernachlässigen die immense Bedeutung, die Texte für die eigene Webseite haben. Gerade auf Produktbeschreibungen und deren SEO Optimierung sollte in Zukunft dringend geachtet werden.

Effektive Suchmaschinenoptimierung nach Penguin 2.0


Wie man sieht: schnell kann man als Shop-Betreiber in Bezug auf SEO einiges falsch machen. Die Folgen können fatal sein! SEO wird immer komplizierter und genau deshalb ist es angebracht, die Suchmaschinenoptimierung Ihrer Webseite in erfahrene Hände zu geben.

Wir von Hucke Media befassen und seit vielen Jahren mit SEO und sind mit den Anforderungen des Google Algorithmus vertraut. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf! Wir beraten Sie gerne.

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